Bürger engagieren sich für Ihre Stadt –
Für Bürgermeister Volker Bäuerle steht außer Frage:
Die Vorrunde ist geschafft und auch das Achtelfinale wurde bei der Stadtentwicklungsplanung mit der Auftaktveranstaltung im Bad Liebenzeller Kurhaus geradezu spielend genommen. Er freut sich zudem, dass mehr als 80 BĂĽrgerinnen und BĂĽrger die Gelegenheit genutzt hatten, gemeinschaftlich Ideen fĂĽr ihre Heimatstadt zu entwickeln. Und dies alles andere als sparsam.
Mehr als 300 Ideen und Visionen für die Kur- und Badestadt wurden zusammen getragen, ohne das zunächst mögliche Fehler der Vergangenheit thematisiert worden waren. Aus einem gutem Grund, wie nicht nur Stefan Wolf von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) betonte. Wichtig sei es schließlich, positive Impulse zu setzen um daraus trag- und zukunftsfähige Projekte zu entwickeln.
„Wir sind eine Mannschaft und entweder wir gewinnen gemeinsam oder wir verlieren zusammen“, hatte Bäuerle zu Beginn der Veranstaltung betont und er war am Ende der mehrstündigen Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern auch überzeugt: „Es gibt den Wunsch, gemeinschaftlich etwas zu bewegen und die Stadt nach vorne zu bringen.“ Nach dem gelungenen Auftakt soll dies in den nächsten Wochen, Monaten und möglichst sogar Jahren durch offene Arbeitsgruppen geschehen, in denen kontinuierlich in einem offenen Prozess Ideen für Bad Liebenzell entwickelt und dann auch möglichst zum Wohle aller umgesetzt werden.
In drei Themenfeldern, die eine mehrköpfige Initiativgruppe in Vorbereitung auf den jetzt gestarteten Stadtentwicklungsprozess festgelegt hatte, waren die Teilnehmer aufgefordert, Impulse dafür zu geben, wie die Kur- und Badestadt im Nagoldtal noch liebens- und lebenswerte wird, für Einwohner und Gäste gleichermaßen. Dabei machten sie sich ebenso Gedanken zum Themenkomplex Wirtschaft und Soziales wie zu dem Bereich Natur, Umwelt und Energie. Aber auch das Themenfeld Gesellschaft und Soziales bildete einen Schwerpunkt.
Hatten die Verantwortlichen am Morgen der Veranstaltung unter dem Motto „Ideen für Bad Liebenzell“ befürchtet, sie hätten zu viele Pinwände aufgestellt, auf denen die Bürger zunächst ihre Ideen anbringen und anschließend auch gewichten konnten, so stellte sich zur Freude der GMA schon bald heraus, dass die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung, durch die eine Vielzahl der gesellschaftlichen Gruppierungen gut vertreten waren, sehr kreativ sind. Eine Idee um die andere wanderte an die Sammelbretter so dass es drei GMA-Mitarbeitern die Zeit während der Mittagspause für die erste Auswertung kaum ausreichte. Positiv für die GMA-Vertreter auch: Die Teilnehmer hatten die Empfehlung beherzigt, positiv zu formulieren und auch Visionen zu entwickeln, die auf Grund der finanziellen Rahmenbedingungen möglicherweise nicht oder nicht ganz so schnell realisiert werden können. So wurden nicht nur Themen wie die Entlastung der Kernstadt vom Lastverkehr oder der Ausbau des Tourismus mit neuen Mitteln als Wunsch formuliert, sondern auch konkrete Vorschläge beispielsweise für eine Attraktivierung des örtlichen Freizeitangebots gemacht. Die Verbesserung des ÖPNV zwischen der Kernstadt und den Teilorten ist den Bürgern ein Anliegen und auch Ideen wie die Einrichtung eines Lieferservice für Senioren oder die Etablierung von Trendsportarten in der Kur- und Badestadt wurden wie die Sanierung des Kurhauses angeregt.
Die gesammelten Ideen werden in den kommenden Wochen durch die GMA ausgewertet und nach deren Bedeutung – die Teilnehmer hatten mit Punkten die Themen gewichtet – in einem Katalog zusammen gestellt. Der Gemeinderat soll die Ergebnisse noch vor der kommunalpolitischen Sommerpause auf den Tisch bekommen, spätestens nach den Sommerferien sollen dann die Arbeitsgruppen ihre Arbeit aufnehmen, weitere Ideen sammeln und dann auch Vorschläge für deren Umsetzung erarbeiten.
Auch nach der gelungenen Auftaktveranstaltung will die Kommune weitere Ideen und Vorschläge von den Bürgern erhalten, „denn es soll ein offener und kontinuierlicher Prozess bleiben“, wie Katharina Staiger von der GMA betonte. Sie machte mit ihren Kollegen auch der Initiativgruppe ein Kompliment, die mit großem Engagement und mit Unterstützung von Stadt- und Kurverwaltung die Vorarbeit geleistet und somit eine gute Basis für den Stadtnetwicklungsprozess geschaffen hatte. So sind sich denn nach dem Auftakt in sehr harmonischer Atmosphäre auch viele der Beteiligten sicher: Wenn die positive Stimmung anhält, kann gemeinschaftlich viel für Bad Liebenzell erreicht werden. Insbesondere das Wir-Gefühl, davon sind sie überzeugt, werde gestärkt.
Weitere „Ideen für Bad Liebenzell“ nimmt die Stadtverwaltung per E-Mail unter der Adresse ideenfuer(at)bad-liebenzell.de entgegen.














