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Eröffnung findet am 5. Juli 2012 statt
âVielleicht ist es etwas zu ehrgeizig gewesen, das Bad nach nur 14 Monaten Sanierungs- und Umbauzeit wieder eröffnen zu wollenâ, sagt der Bad Liebenzeller BĂŒrgermeister Volker BĂ€uerle selbstkritisch. Die am Projekt beteiligten Firmen und das ArchitekturbĂŒro Fritz, das fĂŒr die Planung und Bauleitung verantwortlich zeichnet, hatten der Stadt- und Kurverwaltung noch vor wenigen Wochen das Ende der Sanierungsarbeiten fĂŒr Anfang Mai zugesagt. In der vergangenen Woche wurde dieser Termin nun revidiert. Die Bauarbeiten werden etwa sechs Wochen lĂ€nger dauern als zuletzt vorgesehen. Zahlreiche LieferengpĂ€sse, Verzögerungen bei den AusfĂŒhrungen von Gewerken und unvorhersehbare Widrigkeiten beim Schlussspurt haben die Eröffnung des Bades im Beisein von Minister Alexander Bonde jetzt platzen lassen.
âDas ist sehr bedauerlichâ, sagt Herbert Masino, der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Kurverwaltung Bad Liebenzell. Bei allem Bedauern ĂŒber die Terminverschiebung ist er aber auch froh, dass die fĂŒr das Projekt Verantwortlichen zum Schluss nicht alle Arbeiten nur noch im Hopplahopp-Verfahren erledigt haben und dann nach der Eröffnung das böse Erwachen gekommen wĂ€re. âUns ist es wichtig, dass wir unseren GĂ€sten nach der Eröffnung eine gute QualitĂ€t bieten könnenâ, sagt Masino und erinnert daran, dass es wĂ€hrend der Bauphase einige VerĂ€nderungen gegeben hat, die zu einer VerlĂ€ngerung der Bauzeit gefĂŒhrt haben. âMir ist es lieber, wir eröffnen das Bad ein paar Wochen spĂ€ter, dafĂŒr ist dann aber alles in Ordnungâ, sagt er und ist mit dieser Position mit BĂŒrgermeister Volker BĂ€uerle auf einer Linie. Zumal die seitherige Bauzeit, seit Beauftragung des ArchitektenbĂŒros Fritz Planung im Februar 2011, von 15 Monaten bislang rekordverdĂ€chtig gewesen sei.
âWenn man daran denkt, dass wir im Bestand sanieren, und unter anderem unerwartet mit der Entfernung von Asbest und zuletzt mit losem Isoliermaterial unter der Decke ĂŒber dem Therapiebecken konfrontiert worden sind, liegen wir noch sehr gut in der Zeitâ, sagt der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Kurverwaltung. Dass es nicht gelungen sei, den 10. Mai als Eröffnungstermin zu halten, findet er vor allem bedauerlich, da es das erklĂ€rte Ziel gewesen sei, spĂ€testens in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten zu eröffnen. Dies habe man den Gastgebern auch entsprechend kommuniziert. Dass nun ein spĂ€terer Termin ins Auge gefasst werden muss und dies möglicherweise auch negative Auswirkungen fĂŒr die Gastgeber habe, sei so nicht abzusehen gewesen. âWir werden aber alles tun, um Ersatzangebote zu schaffen und den GĂ€sten den Aufenthalt bis Ende Juni trotzdem so angenehm wie möglich zu machen.â Dass wenigstens das Freibad am 6. Mai eröffne, sei sicher kein Ersatz. Bei guten Witterungsbedingungen könne es aber dem einen oder anderen Gast möglicherweise eine kleine Alternative sein.
Die Information, dass der seit Wochen anvisierte Fertigstellungs- und Eröffnungstermin nicht gehalten werden kann, erreichte die Verantwortlichen im Rathaus und in der Kurverwaltung wĂ€hrend dort die Vorbereitungen auf den groĂen Tag auf Hochtouren liefen. âEs macht keinen Sinn, jetzt die aufgetreten Probleme zu diskutierenâ, sagt Volker BĂ€uerle. Vielmehr mĂŒsse es nun darum gehen, mit gröĂter Sorgfalt die Bauarbeiten zu beenden. âWir hatten bisher einen guten und unfallfreien Verlauf der Arbeiten. Dies, obwohl in den Spitzenzeiten bis zu 120 Bauarbeiter gleichzeitig in der Paracelsus-Therme und der Sauna Pinea tĂ€tig gewesen sind und mit Hochdruck daran gearbeitet haben, den Wunschtermin einzuhaltenâ, sagt der BĂŒrgermeister. âMan steckt bei einem solchen Millionenprojekt aber nicht im Detailâ, erklĂ€rt er.
Dass die gewissenhafte Arbeit der Verantwortlichen dazu gefĂŒhrt hat, dass einige anfangs nicht erkennbare Schwachstellen im Bestand entdeckt worden sind, die spĂ€ter zu Problemen hĂ€tten fĂŒhren können, sei positiv zu sehen. FĂŒr ihn steht auch auĂer Frage, dass die âfĂŒr uns unerfreuliche Entwicklungâ auch mit der guten konjunkturellen Lage vieler Firmen zu tun habe. Nur so sei zu erklĂ€ren, dass es bei der AusfĂŒhrung einzelner Gewerke und bei Lieferungen zu Verzögerungen gekommen sei.
Bauleiter Fawzi Scheib vom PlanungsbĂŒro Fritz erklĂ€rt, dass es nicht âden einen Grundâ fĂŒr die Verzögerung gibt, sondern dass eine groĂe Summe von kleinen Problemen dazu gefĂŒhrt habe, dass man als verantwortungsvolles PlanungsbĂŒro die sprichwörtliche ReiĂleine gezogen habe. Es hĂ€tte keinen Sinn gemacht, den vereinbarten Termin um jeden Preis zu halten und somit das Risiko einzugehen, die Fertigstellung auf Kosten der QualitĂ€t hinzubekommen, erklĂ€rte der Bauleiter gegenĂŒber BĂŒrgermeister Volker BĂ€uerle und Herbert Masino.
Die Umbauarbeiten gehen dem Ende entgegen
âDer Eröffnungstermin kann schon bald bekanntgegeben werdenâ, sagt Herbert Masino, der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Kurverwaltung, erleichtert. In den ersten Tagen nach der Eröffnung plant der Chef der Kurverwaltung mit seinem Thermenteam um Nadine Schmitt eine ganze Reihe von der Sonderaktionen, um den Besuchern gleich zu Beginn Lust auf einen erneuten Besuch in der Paracelsus-Therme zu machen. Mehr als 10 Millionen Euro werden verbaut sein, wenn die letzten Arbeiten abgeschlossen sind. Die deutliche Erhöhung gegenĂŒber den ursprĂŒnglich anvisierten Baukosten in Höhe von 8,5 Millionen Euro hĂ€ngen nur bedingt mit klassischen Kostensteigerungen zusammen. âWir hatten einige Probleme zu meistern, die am Anfang nicht abzusehen gewesen sindâ, erklĂ€rt der BĂŒrgermeister Volker BĂ€uerle und Herbert Masino nennt als Beispiel die Decke in der Schwimmhalle. Dort wurde unter den alten Leuchten Asbest gefunden, die erforderte eine aufwĂ€ndige Sanierung mit allen SchutzmaĂnahmen fĂŒr die dort tĂ€tigen Mitarbeiter. Ebenso ist man bei der GrĂŒndung fĂŒr das TechnikgebĂ€ude auf eine groĂe Menge Hangwasser gestoĂen, mit der Folge, dass das die gesamte Baugrube deutlich tiefer ausgehoben und in eine sogenannte weiĂe Wanne gesetzt werden musste. âSo etwas hat natĂŒrlich auch seinen Preisâ, sagt Herbert Masino. Dass sich der Verwaltungs- und der Gemeinderat zudem Ende des vergangenen Jahres dazu entschlossen haben, nicht nur die anfĂ€nglich beschlossene Sanierung des Bades vorzunehmen, sondern auch gleich die Sauna zu erneuern hat, ein ĂŒbriges dazugetan.
Herbert Masino und Volker BĂ€uerle sind ĂŒberzeugt davon, dass es die richtige Entscheidung gewesen ist, nun doch den Gesamtkomplex, sprich: Paracelsus-Therme und Sauna Pinea, in einem Aufwasch zu sanieren. âWir hĂ€tten sonst in nicht allzu langer Zeit erneut ein Baustelle gehabtâ, sagt Herbert Masino. Und gĂŒnstiger wĂ€re das Projekt keinesfalls geworden.
Obwohl Stadt- und Kurverwaltung bei der Umsetzung mit einigen Widrigkeiten konfrontiert gewesen und immer wieder Kritik an der zu langen Bauzeit geĂŒbt wurde, ist Herbert Masino mit dem Fertigstellungstermin recht zufrieden. Bedenkt man, dass wir erst im Februar 2011 den Architektenvertrag unterschreiben konnten, dies durch den Einspruch eines unterlegenen PlanungsbĂŒros, ging doch alles in Rekordbauzeit. Etwas mehr als 16 Monate nachdem der BĂŒrgermeister Volker BĂ€uerle mit einem symbolischen Hammerschlag zum Fassadenabriss den Startschuss zur Generalsanierung des Bades gegeben hat, wird die Gesundheits- und WohlfĂŒhloase der Kur- und Badestadt wieder eröffnet. Dass es zudem gelungen ist, 4.4 Millionen Euro an Fördermitteln zu bekommen, um das Millionenprojekt, freute Masino und BĂ€uerle. âDass wir diese hohe Förderung erhalten haben, war keineswegs selbstverstĂ€ndlichâ, erklĂ€rt der Verwaltungschef. Bei zahlreichen GesprĂ€chen habe man fĂŒr die UnterstĂŒtzung der Kommune bei dem GroĂprojekt geworben und sei erhört worden.
Die Paracelsus-Therme und die Sauna Pinea werden sich den Besuchern â mit Ausnahme der Becken, die nur technisch modernisiert worden sind â völlig neu prĂ€sentieren. Dabei werden die GĂ€ste auch auf einige Ăberraschungen stoĂen. Im Eingangsbereich werden die Besucher in einem freundlichem Ambiente empfangen. Neben der Möglichkeit, die neuen Wertkarten an einem Schalter zu kaufen, wird es fĂŒr GĂ€ste, die bereits genau wissen was sich wollen, die Möglichkeit geben, ihren Eintritt auch an einem Kassenautomaten zu entrichten. Der zentrale Umkleidebereich sowie sanitĂ€re Anlagen und Duschen fĂŒr alle GĂ€ste wurde im Erdgeschoss angesiedelt. Ebenso BĂŒros fĂŒr die Verwaltung und TechnikrĂ€ume. Einen öffentlichen Gastrobereich wird es nicht mehr geben. Der wurde nun, nur noch zugĂ€nglich fĂŒr die Sauna- und BadegĂ€ste, in den barrierefrei erreichbaren ersten Stock verlegt. Neben dem bekannten Innenbecken, dem Therapiebecken und der Dampfgrotte haben die Besucher auf dieser Ebene kĂŒnftig auch die Möglichkeit, in drei Kuben Erlebnisduschen, ein Dampfbad sowie eine Soleinhallation zu nutzen. âAuĂerdem wird es eine Liegeinsel gebenâ, erklĂ€rt Herbert Masino bei einem Rundgang durch das GebĂ€ude, bei dem auch der Gemeinderat die Baustelle knapp acht Wochen vor der Wiedereröffnung einmal in Augenschein nimmt. Im ersten Stock findet sich auch der Zugangsbereich zu neu gestalteten Saunalandschaft. Da die Umkleiden zentral im Erdgeschoss platziert worden sind, wird es im Saunabereich - âwie ĂŒbrigens auch ĂŒberall im Badâ (Masino) â zahlreiche Möglichkeiten geben, um Dinge zu deponieren.
Die Sauna Pinea wird neben den beiden AuĂensaunen eine neue Sauna im Innenbereich, ein Dampfbad und ein Sanarium haben. DarĂŒber hinaus wird es Erlebnisduschen und einen Eisbrunnen geben, FuĂbecken und ein neues Tauchbecken aus Edelstahl, in das eine Treppe fĂŒhren wird. Das AuĂenbecken bleibt in seinem Bestand erhalten. AuĂerdem finden sich dort Duschen und sanitĂ€re Anlagen. Der neue Clou, davon ist Herbert Masino ĂŒberzeugt, wird die in der zweiten Ebene neue Panoramasauna mit Blick auf Bad Liebenzell und die Burg. Diese wird ĂŒber eine Treppe âund ohne dass man den inneren Saunabereich verlassen muss, erreichtâ, erklĂ€rt Herbert Masino. Auf dieser Ebene wird auch ein absoluter Ruheraum und ein attraktiv gestaltetes Kommunikationszentrum sowie ein Solarium zu finden sein. Ein zweites Solarium wird den GĂ€sten im Badebereich zur VerfĂŒgung stehen. Neben der Panoramasauna gibt es eine groĂe Freiterrasse fĂŒr die SaunagĂ€ste. Auf selber Ebene werden kĂŒnftig die BadegĂ€ste zwei Terrassen finden, die nur in Badetextilien genutzt werden können.
Arbeiten mit maximaler Schlagzahl

Bild: StaatssekretĂ€r Hans-Joachim Fuchtel (von links), GeschĂ€ftsfĂŒhrer Herbert Masino und Bauleiter Klaus Schönleber im GesprĂ€ch ĂŒber die Sanierung und Modernisierung der Paracelsus-Therme.
Der Helm ist Pflicht. Deshalb griff auch der Parlamentarische StaatssekretĂ€r Hans-Joachim Fuchtel bei seinem Besuch der Paracelsus-Therme am vergangenen Freitag ganz selbstverstĂ€ndlich zu der schĂŒtzenden Kopfbedeckung.
Es gehe ihm darum, sich direkt vor Ort, sprich: auf der Baustelle, einen Eindruck von den Fortschritten der Sanierungsarbeiten zu verschaffen. Denn schlieĂlich mĂŒsse bei einem solchen Projekt die Schlagzahl auf Maximal gedreht sein, so Fuchtel.
Dass in Bad Liebenzell auf Hochtouren an dem ehrgeizigen Ziel gearbeitet wird, den Badebetrieb noch vor Ablauf diesen Jahres wieder aufzunehmen, zeigen der Staub, der LÀrm und die Betriebsamkeit der sechs Gewerke, die mit den letzten Abbrucharbeiten befasst sind und parallel dazu den Neubau vorantreiben. Um dem anspruchsvollen Zeitplan gerecht zu werden, haben alle Firmen die Wochenarbeitszeit erhöht und arbeiten bis zu zwölf Stunden pro Tag.
Ganz bewusst sei ein zweiter Kran gestellt worden, damit die Abbruch- und die Fassadenarbeiten zeitgleich stattfinden könnten, so die ErlĂ€uterung von GeschĂ€ftsfĂŒhrer Herbert Masino auf die Frage des StaatssekretĂ€rs, weshalb zwei der Hebewerkzeuge im Einsatz seien. Die Notwendigkeit eines Doppelgespanns betonte auch Bauleiter Klaus Schönleber von Fritz Planung: âBeide Baukrane sind stĂ€ndig zu nahezu 100 Prozent ausgelastet.â
Entsprechend seien inzwischen die Waschbetonplatten, die aus energetischen GrĂŒnden unhaltbar gewesen seien, vollstĂ€ndig entfernt, wĂ€hrend zugleich das StĂ€nderwerk fĂŒr die Fassaden eingebaut werde. âBegonnen wurde jetzt auch mit dem Einbau der ersten neuen Fassadenscheibenâ, so Bauleiter Klaus Schönleber.
Dass sich Stadt- und Kurverwaltung letztlich dafĂŒr entschieden hat, die gesamte Sanierung nicht durch einen Generalunternehmer erledigen zu lassen, sondern alle Gewerke einzeln zu vergeben, erweist sich jetzt als deutlicher Vorteil fĂŒr Firmen aus der Region. Viele der AuftrĂ€ge, die europaweit ausgeschrieben wurden, wurden an Unternehmen aus der Region vergeben: Von den Vergaben mit einem Volumen von insgesamt 7,2 Millionen gingen bisher AuftrĂ€ge von ĂŒber 5,6 Millionen an Firmen aus Baden-WĂŒrttemberg.
âWir sind sehr zufrieden, dass ein groĂer Anteil des Geldes in der Region bleibt und sich mit entsprechend positivem Einfluss auf die Konjunktur niederschlĂ€gtâ, so Kurverwaltungschef Masino.
Dem StaatssekretĂ€r dankte er fĂŒr seine UnterstĂŒrzung und sein persönliches Engagement und sprach schon jetzt eine Einladung zur Wiedereröffnung der Paracelsus-Therme aus.
Deutliche Fortschritte bei der Sanierung der Paracelsus-Therme
Gleich daneben rumoren Bohrmaschinen â wie aus dem Nichts ragt hier inmitten der Baustellenlandschaft das MetallstĂ€nderwerk und die zugehörigen TrockenbauwĂ€nde empor, die bereits deutlich ihre Funktion als Dusche erkennen lassen. âWir haben uns fĂŒr diese Bauweise entschieden, weil sie die bauphysikalischen Anforderungen erfĂŒllt und zugleich eine kostengĂŒnstige und zeitsparende Methode darstelltâ, erlĂ€utert der leitende Architekt Fawzi Scheib.
In jenem Bereich, der rechter Hand neben dem ehemaligen Eingang gelegen ist, entstehen neue TherapierĂ€ume. âDiese sind kĂŒnftig vom Foyer und von der Schwimmhalle aus zu erreichen, damit sowohl die BadegĂ€ste als auch die GĂ€ste von auĂen die Angebote nutzen könnenâ, erlĂ€utert Herbert Masino, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Kurverwaltung.
Unmittelbar vor dem GebĂ€ude ragt eine weiĂe Bodenplatten und AuĂenwĂ€nde empor. âDiese âweiĂe Wanneâ, die aus wasserundurchlĂ€ssigem Beton gefertigt wurde, ist Teil des Fundaments fĂŒr den Erweiterungsbau. Bedingt durch das starke Hangwasser, war diese MaĂnahme notwendigâ, so der Kurverwaltungschef. Hinzukommend habe man im Bereich der Erweiterung bis dahin nicht bekannte Fundamente gefunden, die zunĂ€chst zu entsorgen gewesen seien. Augrund dieser beiden Hindernisse habe sich eine Verzögerung im Zeitplan eingestellt. âWir arbeiten parallel und damit effizient, um den vorgesehenen Zeitplan wieder herzustellenâ, so Projektleiter Scheib.
In der Tat fĂŒhlt man sich aktuell bei der Baustellenbegehung der Therme wie im Inneren eines Bienenstocks: Sechs Gewerke arbeiten hier derzeit parallel. FĂŒr insgesamt 6,7 Millionen Euro wurden bereits AuftrĂ€ge vergeben. Davon gehen 4,3 Millionen an Firmen in Baden-WĂŒrttemberg und drei Millionen verbleiben in der Region zwischen Stuttgart und Karlsruhe.
Konkret zĂ€hlen dazu AuftrĂ€ge fĂŒr die Kassenanlage, den Estrich, die FlieĂen, die abgehĂ€ngte Decke, den Putz, den Stuck sowie die AufzĂŒge, die eine vollstĂ€ndige Barrierefreiheit gewĂ€hrleisten. Auch fĂŒr SanitĂ€r, Heizung, technische DĂ€mmung. Badewassertechnik, LĂŒftung, Verglasung und Dachabdichtung sind die AuftrĂ€ge vergeben und die Arbeiten bereits aufgenommen.
Zur Hangseite hin entstehen die neuen Erlebnis-Kuben. Um die GrĂŒndungsproblematik zu umgehen, werden die Kuben auf PfĂ€hle gestellt â zwölf Meter lange, wasserresistente Gussrohre. âMit dieser Methode können wir erneut Kosten und Zeit sparenâ, erlĂ€uterte Scheib.
Nicht zu ĂŒbersehen sind die Fortschritte an der Fassade: Insgesamt 200 Waschbetonplatten und 320 Konsolen, an denen die Energiefresser befestigt waren, sind bereits entfernt worden. Stattdessen wird das GebĂ€ude rundum mit einer 20 Zentimeter dicken Polesterol-WĂ€rmedĂ€mmung verkleidet und anschlieĂend verputzt. Auch die Zweifachverglasung der Fensterfronten entspricht der Maxime des VollwĂ€rmeschutzes.
Freuen können sich alle Thermen- und Sauna-GĂ€ste auf die neue, 500 Quadratmeter groĂe Sonnenterasse, die oberhalb des Erweiterungsbaus entsteht: In wenigen Monaten werden die hier lagernden Baumaterialien und GerĂ€te verschwunden sein und LiegestĂŒhle in luftiger Höhe und mit langer Sonnenscheindauer die GĂ€ste verwöhnen.
Bericht zum Tag der offenen Baustelle am 08.05.2011
UrsprĂŒnglich waren bei den anstehenden Sanierungsarbeiten der Paracelsus-Therme Bad Liebenzell MaĂnahmen zur energetischen Verbesserung des GebĂ€udes geplant. Dass sich die Arbeiten nun auf weitreichende Modernisierungs- und Verschönerungsarbeiten ausdehnen â und alles zum Wohle der GĂ€ste â davon konnten sich interessierte Besucher am âTag der offenen Baustelleâ ĂŒberzeugen.
âSeit der Erbauung im Jahre 1968 war die Paracelsus-Therme ununterbrochen in Betriebâ, erklĂ€rte Axel Rembold, Leiter der Buchhaltung in der Kurverwaltung Bad Liebenzell, den ankommenden Baustellen-Besuchern. Lediglich an zwei Tagen im Jahr sei das Bad geschlossen gewesen, nĂ€mlich an Karfreitag und am 1.Weihnachtsfeiertag.
In einer fachkundigen FĂŒhrung durch Mitarbeiter des ArchitektenbĂŒros âFritz Planung GmbHâ wurden die Teilnehmer ausfĂŒhrlich ĂŒber die einzelnen Bauab-schnitte des umfangreichen Projekts informiert. âIch bin froh, hierher gekommen zu sein, denn von auĂen kann man sich das alles nicht vorstellenâ, bekannte ein Gast. Allein die energetischen VerbesserungsmaĂnahmen sind immens: die komplette Verglasung wird erneuert, das Dach abgedichtet und gedĂ€mmt, sĂ€mtliche AuĂenfassaden erhalten eine 20 cm dicke WĂ€rmedĂ€mmung und die komplette Technik wird auf den neuesten Stand gebracht. Ein optimaler Sonnenschutz der Fenster wird durch Versiegelung des Glases erzielt.
Die gesamte Einrichtung wird behindertengerecht gestaltet, dazu kommen physiotherapeutische Behandlungsangebote mit Kassenzulassung. Die Farben der WĂ€nde und Fliesen werden durchweg hell und freundlich gehalten, einzelne Farbtupfer sollen als Erkennungsmerkmale dienen. Rutschfeste Fliesen im Bodenbereich, die ĂberprĂŒfung des Hallendachs auf StabilitĂ€t, der Einzug von Brandschutzverglasungen und die Erneuerung des Estrichs im Galeriebereich sorgen fĂŒr zusĂ€tzliche Sicherheit.
Anbauten entstehen fĂŒr eine eigene Gastronomie mit AuĂenterrasse sowie fĂŒr einen Event-Kubus mit Erlebnis-Dusche, Inhaliergrotte und Dampfbad. âDas Entfernen der Waschbetonverkleidung einschlieĂlich der Verglasung wurde bewusst in die hintere Bauphase verschoben, um mit dem unmittelbar folgenden Einbau der neuen Elemente Kosten zu sparenâ, erklĂ€rte Architekt Fawzi Scheib. Bis Ende Dezember soll der Badebereich fertig gestellt sein. âIch kann es kaum erwarten, dass das Bad wieder öffnet. Mein Mann und ich gehen jeden Tag hierherâ, gestand eine Besucherin.
Tag der offenen Baustelle - 08.05.2011
Treffpunkt fĂŒr die FĂŒhrungen ist im Eingangsbereich der Therme. Dort wartet auf alle Besucher ein Willkommenstrunk.
Der Rundgang durch die Baustelle fĂŒhrt durch den Eingangsbereich, den Umkleidebereich mit Duschen, den Liegebereich und die Erlebniskuben, sowie das zukĂŒnftige Bistro.
Im Anschluss an die Besichtigung der Paracelsus-Therme empfiehlt es sich noch einen Rundgang ĂŒber den Naturpark-Markt im Kurpark und auf dem Marktplatz zu unternehmen.
Anmeldungen fĂŒr die FĂŒhrungen am âTag der offenen Baustelleâ nimmt das ServiceCenter Bad Liebenzell unter Tel. 07052 4080 gerne entgegen, dort erfahren interessierte BĂŒrger und GĂ€ste auch, zu welchem Zeitpunkt noch freie PlĂ€tze vorhanden sind.
Abbrucharbeiten Paracelsus Therme im Plan
Bild oben:
Ăber den Fortgang der Arbeiten informierte sich der Verwaltungsrat der Kurverwaltung Bad Liebenzell
Bild unten:
Voll
im Zeitplan: Derzeit laufen die RĂŒckbauarbeiten an der Technik im
Untergeschoss der Bad Liebenzeller Paracelsus-Therme, denn im Zuge der
energetischen Sanierung erneuert die Stadt auch die alten Verteiler fĂŒr
die WĂ€rmeversorgung.
SĂ€mtliche Gewerke sollen bis Mai ausgeschrieben sein - Fassade wird Zug um Zug erneuert
Der Bad Liebenzeller BĂŒrgermeister
Volker BĂ€uerle ist zufrieden. Die Abbrucharbeiten bei der Sanierung der
Paracelsus-Therme liegen voll im Zeitplan. Angesichts des engen
Zeitfensters, in dem die energetische Sanierung abgeschlossen werden
muss, hofft er darauf, dass durch eine geÀnderte Teilplanung Zeit
gewonnen werden kann. "Wir hatten geplant, die bestehende Fassade erst
abtragen und dann die neue aufbringen zu lassen, in der Zwischenzeit
hĂ€tten wir einen Wetterschutz aufbringen mĂŒssen", so Herbert Masino,
GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Kurverwaltung Bad Liebenzell. Neue Ăberlegungen
hĂ€tten dazu gefĂŒhrt, die Entfernung der alten Fassadenelemente und die
Montage der neuen Fassade "Zug um Zug in einem Aufwasch" zu erledigen.
Nicht nur der mögliche Zeitgewinn habe fĂŒr diese Neuplanung gesprochen.
Da kein Wetterschutz benötigt werde, sei auch mit einer
Kostenreduzierung zu rechnen.
Die von der Firma Alba fĂŒr rund
600000 Euro ĂŒbernommenen Abbrucharbeiten sind im Erdgeschoss inzwischen
nahezu komplett abgeschlossen, im Obergeschoss ist das Gros der Arbeiten
ebenfalls bereits erledigt. "Die Abbrucharbeiten im dritten
Obergeschoss erfolgen, ebenso wie die Fassadenarbeiten, sobald der fĂŒr
die Arbeiten erforderliche Kran gestellt werden kann, erklÀrt Herbert
Masino. Er ist mit BĂŒrgermeister Volker BĂ€uerle auch zuversichtlich,
dass die Arbeiten im anvisierten Kostenrahmen erledigt werden können.
Grund fĂŒr diese Annahme: Es habe ein groĂes Interesse an den
Ausschreibungen gegeben. Die erste Submission der Angebote hat
inzwischen stattgefunden. Die Vergabe der Arbeiten wird noch in diesem
Monat durch den Verwaltungsrat der Kurverwaltung erfolgen. "SpÀtestens
dann werden wir wissen, wo wir mit unserer KostenschÀtzung liegen und ob
wir in Teilbereichen Einsparungen vornehmen mĂŒssen", sagt Volker
BĂ€uerle.
Hatte die Kommune ursprĂŒnglich mit dem Gedanken
gespielt, die gesamte Sanierung durch einen Generalunternehmer erledigen
zu lassen, so hatten sich die Stadt- und Kurverwaltung letztlich doch
dafĂŒr entschieden, alle Gewerke einzeln zu vergeben. So hĂ€tten auch
Unternehmen aus der Region eher die Möglichkeit, AuftrÀge zu erhalten.
Diese werden allesamt europaweit ausgeschrieben.
Bis Mai sollen
die letzten Ausschreibungen erfolgen, nachdem bereits 70 bis 80 Prozent
aller Gewerke in der ersten Runde ausgeschrieben worden sind.
Der
Verwaltungsrat der Kurverwaltung, der sich bei einem ersten
Baustellenbesuch einen Ăberblick darĂŒber verschafft hat, wie weit die
Arbeiten fortgeschritten sind, hat bei dem Vor-Ort-Termin auch
Anregungen zu einer noch möglichen Optimierung des Gesamtprojektes
gemacht. So sollen beispielsweise die FlĂ€chen, die im 1. OG fĂŒr die
Erlebniskuben zur VerfĂŒgung stehen, im EG ebenfalls realisiert werden.
Durch
die Verlegung des Therapiebereichs in den Eingangsbereich der
Paracelsus-Therme kann sich BĂŒrgermeister Volker BĂ€uerle gut vorstellen,
im dritten Stock des BadegebĂ€udes kĂŒnftig privatwirtschaftliche
Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen anzusiedeln. Ganz neu ist auch
das Gastronomiekonzept: KĂŒnftig wird es Speisen und GetrĂ€nke in der
ersten Etage nur noch fĂŒr Sauna- und BadegĂ€ste geben.
Rund 7,8
Millionen Euro investiert die Stadt Bad Liebenzell in den ersten
Bauabschnitt der im Januar begonnenen Thermalbad-Sanierung. Die Kur- und
Badestadt erhĂ€lt fĂŒr die Modernisierung der Gesundheits- und
Freizeiteinrichtung etwa 4,4 Millionen Euro an Fördermitteln aus dem
Ausgleichsstock sowie dem Investitionsprogramm fĂŒr nachhaltige
Tourismusinfrastruktur.
Startschuss Abbrucharbeiten
BĂŒrgermeister
Volker BĂ€uerle griff weder zur Schaufel, noch stieg er in ein
motorisiertes BaugerĂ€t, um mit dem sprichwörtlich âersten Baggerbissâ
den Startschuss fĂŒr ein Millionenprojekt zu geben. Eher unspektakulĂ€r
lÀutete der Bad Liebenzeller Verwaltungschef im Beisein vieler StadtrÀte
sowie Mitarbeiter von Stadt und Kurverwaltung die touristische Zukunft
der Kur- und Badestadt ein. In den kommenden Monaten werden fĂŒr den
ersten Bauabschnitt zur ĂŒberwiegend energetischen Sanierung der 40 Jahre
alten Paracelsus-Therme rund 7,8 Millionen Euro investiert. Rund 4,4
Millionen Euro der Ausgaben werden dabei durch das Land getragen. Aus
dem Investitionsprogramm fĂŒr nachhaltige Tourismusinfrastruktur flieĂen
2,5 Millionen Euro in das Zukunftsprojekt, aus dem Ausgleichsstock
erhÀlt die Kommune zudem weitere 1,9 Millionen Euro.
Kein einfacher
Weg liege vor der Kommune, betonte der BĂŒrgermeister, als er fĂŒr die
Abbrucharbeiten offiziell grĂŒnes Licht gegeben hat. Dies, indem er an
der rĂŒckwĂ€rtigen Fassade des betagten Badetempels als eine Art
âMauerspechtâ die ersten SchlĂ€ge zum Abriss der steinernen GebĂ€udehaut
machte. In den kommenden Tagen wird nun unter der Bauleitung eines
NeuenbĂŒrger IngenieurbĂŒros mit den vorbereitenden Arbeiten die Basis fĂŒr
die Bauarbeiten gelegt, deretwegen die Paracelsus-Therme vom 10. Januar
an fĂŒr einige Monate komplett geschlossen bleiben muss.
Bewusst
hatte die Stadt- und Kurverwaltung sich dazu entschieden, die Sauna
Pinea und das Thermalbad ĂŒber die Weihnachtsferien geöffnet zu lassen.
Besondere Attraktion: Bis zur SchlieĂung des Bades wird den Besuchern
ein Nachlass gewÀhrt. Vom 10. Januar werden die Arbeiten dann mit
Nachdruck erfolgen. âDann starten wir richtig durchâ, sagte der
BĂŒrgermeister, der mit den politisch Verantwortlichen der Kur- und
Badestadt darauf hofft, dass ehrgeizige Zeit- und Kostenrahmen
eingehalten und das Bad bereits im Herbst wieder fĂŒr den Badebetrieb zu
öffnen.
Mit der Sanierung des einst vom Land gebauten Thermalbades
stellt die Kur- und Badestadt ihre Weichen auf Zukunft. Einerseits
sollen durch die Sanierung die Energiekosten drastisch gesenkt werden,
andererseits soll das Bad deutlich attraktiviert werden, um den Sauna-
und BadegÀsten in angenehmer AtmosphÀre einen Ort zur Entspannung und
Erholung zu bieten. Wie Herbert Masino, der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der
Kurverwaltung, erlĂ€uterte, soll im Zuge der GroĂmaĂnahme die gesamte
GebĂ€udehĂŒlle mit Fassaden, Fenster und DachflĂ€chen grundlegend saniert
werden.
Durch eine Neustrukturierung des GebÀudes, die Zentralisierung
des Umkleidebereichs fĂŒr Sauna und Bad, die Schaffung eines neuen
Gastronomiebereichs, zusÀtzliche LiegeflÀchen sowie den Einbau moderner
Erlebniselemente soll das Bad Liebenzeller Thermalbad zu einer
Gesundheits-, Erholungs- und Freizeiteinrichtung werden, die weithin
ausstrahlt und gleichermaĂen Tagestouristen wie GĂ€ste lĂ€ngerer
Aufenthalte in die Einrichtung am Nagoldufer locken soll.








































